Ein Aquarium dauerhaft
schön gestalten:
Die Schönheit steckt in der Harmonie der
Natürlichkeit –
je natürlicher die Bausteine der Gestaltung, desto schöner
und
HARMONISCHER
DIE GESAMTHEIT...
Viele Aquarianer
möchten Ihr Heimbiotop schön und zugleich dauerhaft gestalten. Das Minibiotop
soll ohne ständig erforderliche, zeitaufwendige und kostspielige Korrekturen auf
Zeit schön bleiben. Dazu gehört neben der richtigen Technik die richtige
Dekoration und Einrichtung. Der Markt ist voll von Angeboten und technischem
Zubehör und oft muss man sehr zäh sein und viel "Lehrgeld" zahlen, denn es ist
manchmal außerordentlich schwierig, Sinnvolles von weniger Sinnvollem zu
trennen. Je mehr man sich jedoch mit der Materie beschäftigt, um so
Durchsichtiger wird auch der Sinn oder Unsinn vieler Dinge. Dabei spielt auch
die kompetente Fachberatung durch den Handel eine wichtige
Rolle.
Gestützt auf unsere langjährigen Erfahrungen auf dem Gebiet der
Aquaristik und im Zusammenhang mit unseren Unikaten möchten wir Ihnen einige
Anregungen durch wenig arbeitsaufwendig, natürlich und schön gestaltete Aquarien
geben. Dabei wird mehr auf die Einrichtungsseite, weniger auf die Technik
eingegangen. Über unsere bevorzugte Aquarientechnik geben wir aber gern
individuell Auskunft.

750 Liter Wurzelschaubecken (180 X 70 X 60); Charakter:
Beschattete Uferzone für Harnischwelse mit
mittlerer Strömung; CO2;
Rieselfilter; 2 Leuchtstoffröhren mit 5000 Kelvin Farbtemperatur; Einrichtung:
1-2 cm Quarzsandschicht; Flussgeröllsteine verschiedener Größen; Echte
Qualitätsmoorkienwurzeln,
teilweise mit Javamoos und -farn, sowie verschiedenen Anubiasarten
bepflanzt; blaue Rückwand
Ob japanisch,
holländisch oder konventionell, die Natur braucht man nicht neu zu erfinden. Man
betrachte sich beispielsweise einmal mit offenen Augen ein heimisches
Feuchtbiotop, wie eine Flussaue, ein Waldgewässer oder einen See. Die
Kompositionen natürlicher Materialien, wie Sand, bemooste Steine und Hölzer, die
Anordnung von Pflanzen und das Blau des Himmels im Wasser, schnell wird klar was
eigentlich eine natürliche Gestaltung ausmacht. Man empfindet diese Eindrücke
als natürlich, harmonisch und beruhigend. Die Kunst besteht eigentlich nur
darin, gewisse Merkmale auf unser Heimbiotop geeignet zu übertragen, um auch
dort diese Eindrücke beim Betrachter hervorzurufen.
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400 Liter
Salmlerbecken (120 X 60 X 60) - unser Messeaquarium bei der DeZooFa 2001
in Wiesbaden; Charakter: offene Struktur mit viel Schwimmraum und
Versteckplätzen für Salmler und Welse; Technik: Motorinnenfilter, 2
Leuchtstoff-röhren mit 5000 Kelvin Farbtemperatur; Einrichtung v.L.n.R.:
1-2 cm Quarzsandschicht; blaue Rückwand; eine Solitär Moorkienwurzel links
mit Ausläufern bis in den Drittelspunkt mit Anubias bepflanzt,
anschließend einen javamoosgesäumten, großen |
Flussgeröllstein, die rechte
Begrenzung erfolgt durch eine kleine filigrane Wurzel und eine flachen
Stein - beide mit Javafarn bepflanzt, zwischen beiden Steinen eine
L-Welshöhle, der lange, dünne „Ast" im Hintergrund schafft eine lockere
Verbindung zwischen linker und rechter Seite
Oft fehlt dazu
noch das gewisse Etwas - eine geeignete Dekoration und deren geschicktes
Arrangement. Generell sollte man nur Materialien verwenden, die auch in einem
natürlichen Süßwasserbiotop vorkommen können bzw. die durch Ihre weichen, runden
Formen dazu passen. In vielen stehenden oder fließenden Gewässern kommt Holz im
Uferbereich vor. Da dieses Holz aber unter Aquarienbedingungen fault, verwenden
wir für diesen wichtigen Bestandteil unserer Gestaltung Wurzelhölzer, die zu den
chemischen, physikalischen, biologischen und ästhetischen Bedingungen unseres
Minibiotops am besten passen. Warum das unsere qualitativ hochwertigen
Moorkienwurzeln sind, erfahren Sie unter
Bausteine und
Hintergründiges.
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200 Liter
Aquarium (100 X 40 X 50) z.B. für Welse oder Buntbarsche - eine unserer
Gestaltungen bei der Interzoo 2000 in Nürnberg; Charakter: verkrauteter
Tümpel mit bewusster Monokultur - hier Javafarn, reichlich Versteckplätze;
Technik: Motoraußenfilter, Leuchtstoffröhren; Einrichtung v.L.n.R.: 1-2 cm
Quarzsandschicht; blaue Rückwand; eine Solitär Moorkienwurzel links auf
einem großen Flussgeröllstein und einer großen L-Welshöhle mit Ausläufern
bis in über die Mitte, in der Mitte ein schräg nach Hinten verlaufendes
Tal mit einem Javamoosbusch am Ende, die rechte Begrenzung erfolgt durch
eine kleinere Wurzel, dazwischen alles mit Javafarn verschiedener Größe
bepflanzt |
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Bei der
Übertragung von Merkmalen der Naturvorbilder auf das heimische Kleinod sind
Farben, Formen, Menge, Kontraste, Blickfänge
und Harmonien wichtig.
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Schaffen Sie
einen räumlichen Eindruck durch Tiefenwirkung. (z.B. raumdiagonale
Äste oder "Brücken" aus dünneren Wurzelstücken) |
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Verwenden Sie
wenige Materialien, dafür aber mehr - aufgelöst in Gruppen.
(z.B. kleine Gruppen von Flussgeröllsteinen, zwei oder nur drei Sorten
Pflanzen - in großen Gruppen gepflanzt) |
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Schaffen Sie
Kontraste mit Harmonien durch unterschiedliche, häufig in der Natur
vorkommende Farben. (z.B. das Grün der Bepflanzung zum Blau des
Hintergrundes oder das Dunkelbraun der Wurzeln zum hellem Sand des
Bodengrundes oder das rotbraun der Flussgeröllsteine zum dunkelbraun der
Wurzeln) |
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Setzen Sie einen
Blickfang etwa im Drittelspunkt der Vorderansicht. Das kann eine
Schaustück einer Moorkienwurzel, ein "Tal" zwischen einem bepflanzten
Wurzelhintergrund oder ein schöner, großer Flussgeröllstein sein. Lassen
Sie Freiräume, als Schwimmraum und zur
Auflockerung. |
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300 Liter
Aquarium mit gewölbter Frontscheibe (120 cm Kantenlänge) z.B. für Welse,
Diskus, Skalare oder Zwergcichliden - eine unserer Gestaltungen bei der
Interzoo 2000 in Nürnberg; Charakter: Naturteich - Übergang zwischen Ufer
und Seerosenzone mit Gruppenbepflanzung, reichlich Versteckplätze und
Schwimmraum; Technik: Motoraußenfilter, Leuchtstoffröhren; Einrichtung:
1-2 cm Quarzsandschicht; schwarze Rückwand; Linke Seite - Mitte hinten
eine Gruppe Vallisnerien, rechts ein Busch Myriophyllum; beide
Pflanzengruppen werden durch die mit ihrem Schaft im rechten Drittelspunkt
stehende, sehr schönen solitäre Moorkienwurzel optisch getrennt, ihre
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Ausläufer gehen von oben gesehen dreiecksartig in die vorderen Ecken des
Beckens, in dem entstehenden Dreieck steht eine Gruppe grüner und roter
Tigerlotus, die die Seerosen symbolisieren, dazwischen einige
verschiedengroße Flussgeröllsteine und
Zwergbuntbarschiglus
Probieren Sie es
aus, gestalten Sie ein Aquarium nach den Merkmalen der Naturvorbilder.
Orientieren Sie sich an den gegebenen Hinweisen und Bildern - es ist nicht
schwer. Einige schöne Moorkienwurzeln mit Substratsiedlern (Farne, Moose,
Speerblätter) bepflanzt, einige, nach Farbe und Form dazu passende Flusssteine,
die sich in eine dünne Schicht Feinsand einschmiegen und evt. ein frischer,
aufhellender blauer Hintergrund - schon hat man ein schönes, natürlich
wirkendes, pflegeleichtes Minibiotop. Zwischen den Wurzeln weiden Harnischwelse
und Krebse oder Cichliden bewachen ihre Gelege - einfach
traumhaft.
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150 Liter
Aquarium (80 X 40 X 50) z.B. für kleine Harnischwelse, Garnelen, Krebse
oder kleine afrikanische Cichliden - eine unserer Gestaltungen bei der
Interzoo 2000 in Nürnberg; Charakter: verholzte Flachwasserzone mit einer
Monokultur - hier kleine und große Anubias, reichlich Versteckplätze und
Schwimmraum; Technik: Motoraußenfilter, Leuchtstoffröhren mit blauem
Dämmerlicht; Einrichtung: 1-2 cm Quarzsandschicht; blaue Rückwand; stark
verholzter Mittel- und Hintergrund - optische Teilung durch „Astbögen“
z.T. dazwischen einige verschiedengroße Flussgeröllsteine und
Höhlen |
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